Im Bereich der Wasserversorgung arbeitet das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) mit einer Vielzahl geologischer, hydrogeologischer, bodenkundlicher und klimatischer Daten sowie Landnutzungsdaten. Diese bilden die Grundlage für verschiedene Modelle (z. B. zu zukünftigen Veränderungen von Niederschlag, Temperatur, Verdunstung, Bodenfeuchte, Grundwasserneubildung und quantitativen Veränderungen von Niedrigwasserabflüssen). Das Projekt KLIWA (www.kliwa.de) konzentriert sich auf Klimawandel und Wassermanagement. In unserer Strategie „Bayerns Wasserzukunft 2050“ berücksichtigen wir Maßnahmen zur Sicherung der Wasserressourcen (Dürre) und viele weitere Themen. In unserem Programm „Wassersicherheit 2050“ setzen wir Maßnahmen um, um eine zukunftsfähige und klimaresiliente öffentliche Wasserversorgung zu gewährleisten. Dabei greifen wir auf Erfahrungen aus anderen Projekten („Wasserbilanz 2.0“ und „Süßwasser“) zurück: Basisdaten und fundierte Analysen, verlässliche Wirkungsabschätzungen und gezielte Anpassungsmaßnahmen.
Die LfU (Abteilung 95) ist federführender Partner und verantwortlich für das Projektmanagement. Sie koordiniert die Analysen und die Projektarbeit auf bayerischer Seite und trägt maßgeblich zur Ergebnisentwicklung bei. Der Schwerpunkt liegt darauf, Synergien mit bereits durchgeführten oder laufenden Studien optimal zu nutzen, um transnationale, zielgerichtete und praxisnah umsetzbare Handlungsempfehlungen zu erarbeiten, die Voraussetzung für den erfolgreichen Projektabschluss sind.
Výzkumný ústav vodohospodářský T. G. Masaryka, veřejná výzkumná instituce (VÚV TGM, v. v. i.) ist eine öffentliche Forschungseinrichtung des tschechischen Umweltministeriums. Es berät das Ministerium in Gesetzgebungsfragen und fachlichen und technischen Belangen und führt eigene, unabhängige Forschung durch. Die thematischen Kompetenzen des Instituts liegen in der Entwicklung von Methoden für alle wasserbezogenen Fragestellungen sowie in der Erarbeitung von Strategien für die Wasser-, Energie- und Abfallwirtschaft. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit Expertise in den Bereichen Hydrologie, Klimawandel, Mathematik, Chemie und Physik arbeiten eng zusammen, um die Grundlage für Entscheidungen im Bereich der Wasserwirtschaft in der gesamten Tschechischen Republik zu schaffen. Obwohl der offizielle Sitz des VÚV TGM, v. v. i., in Prag liegt, ist das Institut in der gesamten Tschechischen Republik aktiv.
VÚV TGM, v. v. i., als Forschungseinrichtung, bietet unter anderem methodische Unterstützung bei der Risikokartierung und der Entwicklung innovativer Maßnahmen zur Risikominderung im Wassermanagement und strebt die Zusammenarbeit mit Nutzern wie Landwirten an. Die Teilnahme am Projekt wird zu einer Vertiefung des Wissens und zur Festigung einer bedeutenden Position bei der Bewertung der Auswirkungen des Klimawandels auf den Wasserhaushalt in der Grenzregion und in Mitteleuropa insgesamt führen. Ein wichtiger Bestandteil ist auch der Transfer von Forschungsergebnissen in den privaten und öffentlichen Sektor. Die transnationale Zusammenarbeit wird das Know-how und die Kompetenzen der einzelnen Forscher erweitern und gleichzeitig Kontakte und Beziehungen stärken. Die Abteilung Hydrologie am VÚV TGM, v. v. i., hat an mehreren relevanten Projekten teilgenommen – Interreg Thaya, TAČR Dyje – und ist derzeit Partner im EU-Projekt DALIA HORIZON. Diese Projekte stehen in direktem Zusammenhang mit den Zielen und Ergebnissen des vorgeschlagenen Projekts FrauNyLu.
Im Rahmen des Projekts wird das Povodí Vltavy, státní podnik, seine Erfahrungen aus der aktiven Mitarbeit am Projekt „Umfassende Lösung der Dürre in der Region Rakovník“ einbringen. Dieses Projekt beinhaltet unter anderem die Bewertung und alle notwendigen Ingenieurleistungen für den Bau von Wasserüberleitungen zwischen den Einzugsgebieten. Gleichzeitig ist das Unternehmen für den Betrieb der Wasserwerke Lučina und Nýrsko verantwortlich.
Povodí Vltavy, státní podnik, wird im Rahmen des Projekts vorrangig Studien zu Wasserüberleitungen zwischen Tschechien und Bayern durchführen. Es wird sich an der Koordinierung der Aktivitäten aus der Perspektive des Verwalters der Stauseen Nýrsko und Lučina sowie aus der Perspektive des Verwalters der Flussgebiete und Hauptwasserläufe in Tschechien beteiligen.
Als Zweckverband ist die Wasserversorgung Bayerischer Wald ein wichtiger Trinkwasserversorger in der Region. Das Projekt wird auf Erfahrungen aus dem Betrieb kleinerer Systeme sowie sehr großer Wasserwerke zurückgreifen.
Unser Beitrag besteht in der Beteiligung an der Identifizierung, Sammlung und Auswertung von Daten, die die Grundlage für die Wasserbewirtschaftungsplanung bilden. Wir liefern konkrete, realisierbare und umsetzbare Lösungen für die Entwicklung möglicher zukünftiger Strategien.
Beteiligt sich an der Datenerhebung und dem Erfahrungsaustausch zum Betrieb des Frauenauer Staudamms.
Beteiligt sich an der Erarbeitung möglicher Lösungen und Vorschläge.