Eine zentrale Herausforderung ist die effiziente und nachhaltige Bewirtschaftung der Wasserressourcen, die eine Voraussetzung für eine sichere Wasserversorgung in der Zukunft darstellt. Im Untersuchungsgebiet, das potenziell von Wasserknappheit betroffen ist und ungünstige hydrogeologische Bedingungen (kristalliner Untergrund) aufweist, werden klimabedingte Einflüsse künftig zu einem deutlichen Rückgang der Wasservorräte führen. Infolgedessen ist mit einem zunehmenden Wettbewerbsdruck auf die Wassernutzung zu rechnen, was die sichere Wasserversorgung und ein nachhaltiges Ökosystem gefährden wird.
Hauptziel ist die Entwicklung von Anpassungsmaßnahmen, die zur langfristigen Sicherung einer sicheren
und ökologisch nachhaltigen Wasserversorgung im Projektgebiet beitragen. Konkret geht es zunächst um
die Schaffung einer gemeinsamen und verlässlichen Datenbank. Auf dieser Grundlage werden die zu erwartenden
Defizite im Wasserhaushalt mithilfe harmonisierter Methoden ermittelt. Im nächsten Schritt werden mögliche
Maßnahmen abgeleitet und evaluiert. Der Fokus liegt auf einem transnationalen und intelligenten Wassermanagement
der bedeutenden Wasserressourcen aus den Talstaudämmen dieser Region. Deren Vernetzung kann die Resilienz
der Trinkwasserversorgung deutlich erhöhen, insbesondere in Zeiten von Wasserknappheit, Dürre und gegebenenfalls
Notfällen. Ein grenzüberschreitender Ansatz ist hierfür unerlässlich. Neben den Vorteilen für alle Gemeinden und
Bürgerinnen und Bürger stärkt diese Zusammenarbeit auch den Zusammenhalt zwischen den beiden Ländern.